DIE WELT VON GITE iEMFRé

Die Jojos.

Skulpturen zwischen Mensch und Affe, zwischen Stars und Menschen aus dem Alltag.

Die Werke im Video

Entdecken Sie zwei Figuren aus der Jojo-Reihe im Video. Zum Anschauen drücken Sie auf Play.

Rocoeur
Beauball Boy

Wo steht der Mensch heute?

Was ist aus ihm geworden? Wie hat er sich entwickelt?

Diese Skulpturenreihe entstand ab 2014. Anfangs war Jojo für mich einfach ein weiteres Tier, neben Nashörnern, Bären und Nilpferden. Der Name „JOJO“ stammt von einem Schimpansen im Parc de la Pépinière in Nancy, wo ich als Kind viele Stunden verbracht habe.

Mit jeder neuen Figur wurde Jojo nach und nach „menschlicher“. Das Verhältnis zwischen Mensch und Affe war lange Gegenstand vieler Kontroversen. Für die heutige Paläoanthropologie stammt der Mensch nicht von den heute lebenden Affen ab: Er gehört selbst zu den Menschenaffen.

Mit dieser Skulpturenreihe, die manchmal bekannte Persönlichkeiten unserer Gesellschaft aufgreift, möchte ich zum Nachdenken anregen. Ganz gleich, wer dargestellt wird: Auch dieser Mensch ist ein Menschenaffe. So werden wir alle wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Heute werden Menschen, gerade auch in der Kunst, zunehmend zu Ikonen gemacht. Ihre Bilder verbinden sich in unserem kollektiven Bewusstsein mit Gefühlen und Vorstellungen, die wir ihnen zuschreiben – zu Recht oder zu Unrecht. Schon einige Namen genügen, um solche Bilder und Assoziationen hervorzurufen: Coluche, Gainsbourg, Brigitte Bardot, Steve McQueen…

Die Persönlichkeiten, die ich dargestellt habe, etwa Karl Lagerfeld, Jean-Paul Gaultier, Bob Marley, Michael Jackson oder Einstein, habe ich zum Teil spontan ausgewählt, vor allem aber wegen dessen, wofür sie stehen.

Andere Figuren stammen aus dem Alltag. Es sind unbekannte Menschen, denen wir begegnen könnten und die unsere Gesellschaft widerspiegeln: der Bad Boy, der Angeber, der Rocker, der Punk, der Fußballfan, der Biker, der Denker, der Boxer… Sie alle haben etwas Liebenswertes. Es sind authentische Figuren, die sich nicht verstellen – vielleicht im Gegensatz zu manchen „Stars“.

Ich habe kein bevorzugtes Thema. Solange ich Lust und Gelegenheit habe, neue Figuren zu erschaffen, werde ich weitermachen.

Gite iEMFré

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